Zufriedenheit kann man gestalten

Der Job, mit dem SCHELL auf den Industriedesigner Dirk Schumann zukam, klang einfach: der Entwurf von vier neuen, exklusiven Betätigungsplatten. Andererseits: Es gibt doch schon unzählige Varianten, wie also etwas Neues entwickeln? Mit diesen Gedanken im Hinterkopf gehen wir in das Gespräch mit dem Designer. Schnell wird deutlich: Die von uns gesehenen Herausforderungen sind nur die Spitze des Eisbergs. Dennoch geht der Designer mit großem Enthusiasmus und technischer Neugierde an jeden Entwurf heran. Das sieht man den Produkten auch an.

Der erste Eindruck, den man von Dirk Schumann gewinnt, entspricht dem eines kreativen Kopfes. Die grau melierten Haare leicht verstrubbelt, empfängt er uns in seinem Büro am Rand von Münster. Dort hat er ein altes Häuschen gekauft und durch einen modernen Studioanbau geschmackvoll erweitert. Schon nach den ersten Sätzen wird klar, dass der Designer bei aller Kreativität auch ein großes technisches Interesse mitbringt. Damit gelingt es ihm, auch komplexen Produkten eine Form zu geben und diese in enger Zusammenarbeit mit der Produktentwicklung bis zur Marktreife zu bringen.

„Mindestens 50 Prozent der Qualität hängen von der Umsetzung ab.“

Auch bei dem Entwurf für die neuen Betätigungsplatten von SCHELL gab es technische Einschränkungen. So müssen die neuen Platten auf die bestehenden Rahmen passen, wodurch wiederum die Position der Druckpunkte zur Betätigung vorgegeben war. Durch eine intelligente Konstruktion der auslösenden Mechanik schuf Dirk Schumann die Option, die Auslöser in der Platte an eine andere Position zu verlegen.

Der Designer fertig von jedem Entwurf Modelle in Handarbeit. Hier die drei neuen MONTUS Drückerplatten als Prototypen.

Nicht nur dadurch gelang es dem Designer, der Betätigungsplattenserie MONTUS vier ganz unterschiedliche Gesichter zu geben: zwei flächenbündige Platten – eine mit zwei stehenden Rechtecken als Auslöser und eine mit leicht nach innen gewölbten, liegenden Drückern – sowie zwei plas-tischere Varianten, die durch eine leichte Bewegung in den Raum eine zweite Ebene erhalten. Hier kann zwischen einem runden und einem über die ganze Länge angeordneten Bedienelement gewählt werden.

Indem Dirk Schumann die Konstruktion der Drückerplatten mitdenkt, gelingt es ihm den Druckpunkt auf der Platte an eine andere Position zu bringen.

Ziel war es, so Dirk Schumann, ein eigenständiges Design zu entwickeln, das die Marke SCHELL spürbar macht. So greift das Design mit dem runden Bedienelement beispielsweise ein bisheriges Design auf und entwickelt es weiter. Die Klarheit der Designs steht ebenfalls für SCHELL und unterstützt die Gestaltung am Haupteinsatzort: dem öffentlichen Sanitärraum. Natürlich ganz konkret durch die kubische, architektonische Formensprache, aber auch in Form einer sicht- und spürbaren Nichtverschmutzbarkeit sowie einer einfach verständlichen Handhabung. Der Nutzer soll bei der Bedienung der Platten Sicherheit und Komfort erleben.

Video von unserem Messestand der ISH 2016.

„Ich möchte mit meinem Design dem Nutzer das Gefühl vermitteln, das Produkt wurde für ihn gemacht.“

Die Umsetzung dieses Ziels beschränkt sich laut des Industriedesigners nicht nur auf die Optik. Auch hier spielt die technische Konstruktion wieder eine große Rolle. So sind das Geräusch und das Gefühl bei der Betätigung ebenso wichtig. Dirk Schumann vergleicht dies mit dem Schließen einer Autotür. Im Zusammenspiel mit Materialität und – ganz wichtig – einer hohen Montagefreundlichkeit entsteht schlussendlich ein hochwertiges und zeitloses Produkt.

Dennoch stellt sich die Frage, ob nicht auch bei der Gestaltung öffentlicher Sanitärräume so etwas wie Trends erkennbar sind. Dirk Schumann sieht sie – jedoch weniger im gestalterischen als im technischen Bereich.

„Öffentliche Sanitärräume werden sich vor allem technisch weiterentwickeln.“

Durch seine engen Beziehungen in den asiatischen Raum, aber auch auf Messen in Europa erkennt der Designer den Trend zur sensorgesteuerten, evtl. sogar vollautomatischen Toilette. Dies würde auf lange Sicht Betätigungsplatten sogar überflüssig machen. Das, so Dirk Schumann, sei jedoch noch ferne Zukunftsmusik. Und solange sich die intelligente Toilette nicht durchgesetzt hat, sind die neuen Betätigungsplatten von SCHELL die passende Wahl für die Ausstattung eines Sanitärraums, der allen Anforderungen mehr als gerecht wird.

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