Wie dem Fachkräftemangel begegnen

Die Kunden werden langsam ungeduldig, neue Interessenten „drohen“ mit Auftrag – doch die eigenen Mitarbeiter sind bereits am Anschlag, und gute neue Leute sind nirgendwo zu finden. Der politisch vielbeschworene Fachkräftemangel ist in den Betrieben längst Realität.

Eine Möglichkeit: Wenn es nicht genug qualifizierte Mitarbeiter auf dem Markt gibt, muss man selbst für Nachwuchs sorgen. Doch für immer weniger Jugendliche ist eine Karriere im Handwerk eine selbstverständliche Berufsoption.

Technisch, praktisch, gut.

Fast die Hälfte der Schüler macht heute Abitur, der größte Teil davon studiert. Trotzdem gilt noch immer und auch immer mehr: Handwerk hat goldenen Boden. „Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ Das Bekenntnis einer Kölner Schülerin auf Twitter fand vor einiger Zeit stürmischen Beifall. Viele sehnen sich nach etwas Handfestem. Eine Chance für das Handwerk. Gerade die Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bietet Berufe mit Anspruch, Relevanz und Perspektive. Jüngste Entwicklungen wie das digitale eSCHELL Wassermanagement-System SWS schaffen darüber hinaus zukunftsweisende und technisch moderne Perspektiven.

Handwerk macht Schule

Handwerk hat Zukunft. Es sollte sie auch zeigen. Zum Beispiel in Schulen. Infotage, Praktika und Schnupper-Workshops machen die Schüler auf praktische Berufe aufmerksam. Die Handwerkskammer Köln z. B. bietet das Kooperationsnetz Unternehmen der Region und Schulen an – kurz KURS.

Firmen haben die Gelegenheit, Jugendliche frühzeitig an die Berufsbilder von Anlagemechanik und Co. heranzuführen und sich als moderne, spannende und vielseitige Branche zu präsentieren. Besonders Mädchen sind die Spielarten des SHK-Gewerbes kaum bekannt. Noch immer ist das Handwerk eine Männerdomäne. Wer Frauen als Fachkräfte und Auszubildende aktiv umwirbt, verdoppelt seine Auswahl.

Den Suchradius vergrößern

2017 sind knapp 50.000 Ausbildungsstellen in Deutschland unbesetzt geblieben. Gleichzeitig sind 200.000 Flüchtlinge ins Land gekommen. Viele sind qualifiziert, die meisten motiviert, alle dringend auf Arbeitssuche. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung bietet ein Verfahren an, mit dem Migranten die Ausbildung aus ihrem Heimatland anerkennen lassen können. Staatlich geförderte Willkommenslotsen helfen Unternehmen bei der Rekrutierung von Flüchtlingen und dem bürokratischen Aufwand.

Eine weitere Gruppe mit Potential und Motivation sind Menschen über 50. In der zweiten Lebenshälfte ist es oft schwer, eine neue Stelle zu finden. Unternehmen sind stark darauf fokussiert, jung einzustellen. Zwar sind die SHK-Berufe vielfältiger als zur Lehrzeit eines Fünfzigjährigen, aber Weiterbildungen sind bezahlbar – Motivation nicht.

„Als eine von wenigen Geschäftsführerinnen in einem Metallverarbeitenden Betrieb sehe ich gute Chancen in der Förderung von weiblichen Fach- und Führungskräften. Wir nehmen jedes Jahr am Girls Day Teil, um Mädchen die Branche näherzubringen und die Bandbreite der bei uns vertretenen Berufe aufzuzeigen.“
Andrea Schell, geschäftsführende Gesellschafterin SCHELL GmbH & Co. KG Armaturentechnologie und unter anderem verantwortlich für den Bereich Personalwesen

Arbeit mit gewissen Vorzügen

Eine gute Kraft will gehalten werden. Der Trend zum Arbeitsplatz als Kuschelstelle mit Obstschale und Betriebsyoga wird an der SHK-Branche wohl vorbeiziehen – doch auch im Sanitär- und Heizungsgewerbe ist ein qualifizierter Mitarbeiter loyaler, wenn man seinen Wert nicht nur misst, sondern auch schätzt. Es gilt: Geld ist nicht alles. Moderne Arbeitnehmer wünschen sich unter anderem auch ein angenehmes Betriebsklima.

Die Verantwortlichen bei SCHELL wissen genau, wie wichtig qualifizierte Mitarbeiter sind. SCHELL sorgt deshalb nicht nur für eigenen Nachwuchs, sondern investiert auch in die permanente Qualifizierung sowie Weiterbildung der Mitarbeiter. Darüber hinaus baut das Unternehmen seine Attraktivität als Arbeitgeber kontinuierlich aus, um so überregional berufserfahrene Fachkräfte gewinnen zu können. Die Strategie geht auf: Bisher hat SCHELL keine Probleme, offene Stellen mit geeigneten Fachkräften zu besetzen. Für eine noch punktgenauere Vermittlung von Arbeitssuchenden mit verschiedenen beruflichen Qualifikationen und Auszubildenden arbeitet das Unternehmen schon immer mit Personaldienstleistern, Job- und Karriereportalen wie Xing, sowie der Agentur für Arbeit zusammen.

BLEIBEN SIE NAH DRAN


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